12. März 2025 Nico Wegscheider B.Sc.

What to Prepare Before a First Consultation

Ein kurzer Leitfaden, damit das erste Gespräch vor Ort wirklich etwas bringt – mit den richtigen Unterlagen, Fragen und Erwartungen.

Die erste Farbberatung ist kein Verkaufsgespräch, sondern eine Bestandsaufnahme. Je genauer Sie wissen, was Sie sich von Ihren Räumen wünschen, desto gezielter kann die Palette entwickelt werden. Wer mit leeren Händen kommt, bekommt trotzdem gute Vorschläge – wer aber ein paar Dinge vorbereitet, verlässt das Gespräch mit einem Konzept, das wirklich zur eigenen Nutzung passt.

Beginnen Sie mit den Grundrissen. Sie müssen nicht professionell sein – eine einfache Skizze mit Fensterpositionen und Raumhöhen reicht völlig. Entscheidend ist, dass wir sehen, woher das Licht kommt und welche Flächen zusammenhängen. Ein offener Wohnbereich mit Küche braucht eine andere Farblogik als ein einzelnes Schlafzimmer, auch wenn die Wandfarben ähnlich wirken sollen.

Notieren Sie, wie Sie die Räume tatsächlich nutzen. Ein Arbeitszimmer, das abends zum Lesen dient, stellt andere Anforderungen an die Wandfarbe als ein Raum, der morgens unter Ostlicht steht. Auch Möbel und Bodenbeläge sind relevant: Eine warme Eiche oder ein kühler Betonboden verändern die Wirkung jeder Farbe. Fotos davon helfen mehr als lange Beschreibungen.

Überlegen Sie sich vorab, welche Stimmung Sie vermeiden möchten. Oft ist das leichter zu benennen als der Wunschton: zu kühl, zu dunkel, zu unruhig. Aus diesen Negativabgrenzungen lässt sich im Gespräch schneller eine Richtung ableiten, als wenn wir bei null beginnen. Bringen Sie außerdem zwei bis drei Farbbeispiele mit, die Sie ansprechen – etwa aus Zeitschriften, Stoffmustern oder bestehenden Einrichtungsgegenständen.

Und schließlich: Planen Sie Zeit für die Lichtsimulation ein. Wir werden die vorgeschlagenen Töne zu verschiedenen Tageszeiten betrachten, nicht nur im künstlichen Licht des Beratungsraums. Wer dafür einen halben Tag einplant und die Muster einige Tage an der Wand lässt, trifft am Ende eine Entscheidung, die nicht vom ersten Eindruck abhängt. Wenn Sie möchten, können Sie direkt im Anschluss einen Termin für die Mustertafelerstellung vereinbaren – die Grundlage dafür ist dieses erste Gespräch.

What to Prepare Before a First Consultation

Jana Sturm begleitet seit über acht Jahren private Bauherren und Praxisbetreiber bei der Farbwahl. Sie studierte Innenarchitektur in Salzburg und arbeitet bei ChromaRion schwerpunktmäßig an Farbkonzepten für Bestandsbauten und Räume mit schwierigen Lichtverhältnissen. Vor jedem Beratungstermin prüft sie Grundrisse, Raumhöhen und Fensterachsen, damit die spätere Palette nicht nur auf dem Papier funktioniert.

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